Anbauplan 2018

Der Anbauplan für 2018 ist fertig:

  • 2 kg Asiasalat
  • 1 kg Blumenkohl
  • 4 kg Bohnen
  • 1 kg Brokkoli
  • 6 Stück Fenchel
  • 1,50 kg Grünkohl
  • 15 Stück Gurke
  • 20 kg Karotten
  • 30 kg Kartoffel
  • 0,50 kg Knoblauch
  • 3 Stück Knollensellerie
  • 15 Stück Kohlrabi
  • 35 Stück Kopfsalat
  • 3 Stück Kraut
  • 20 Bund Kräuter (Bund)
  • 10 Stück Kürbis
  • 30 Stück Lauch
  • 7 Bund Lauchzwiebeln
  • 5 kg Mangold
  • 5 Stück Mini Gurken
  • 36 Stück Paprika
  • 6 Stück Pastinake
  • 0,50 kg Postelein
  • 7 Bund Radischen
  • 12 Stück Rettich
  • 5 kg Rotebeete
  • 4 Stück Rotkraut
  • 1 kg Rucola
  • 3 kg Schnittsalat
  • 1,50 kg Spinat
  • 3 Stück Spitzkraut
  • 6 Stück Superschmelz
  • 20 kg Tomaten
  • 2 Stück Wirsing
  • 20 Stück Zucchini
  • 12 Kolben Zuckermais
  • 10 kg Zwiebeln

Der Plan ist für einen ganzen Anteil geplant.
Die Erfahrung aus unserem ersten SoLawi-Jahr zeigt, dass es Abweichungen geben kann.

Jahresrückblick der SoLawi Hagen-Hof 2017

Bei Sturm und Schnee ist am 7. Januar 2017 in der alten Stube am Hagenhof die Solawi geboren.

Ende Januar wurde dann ein Folientunnel gekauft welche in einer großen Aktion am 11. März zusammen mit vielen Mitgliedern aufgestellt wurde.

Die erste Bieterrunde fand am 22. Februar statt: dabei hat alles genau zusammengepasst, man konnte sich schnell auf einen Preis pro Anteile einigen und die Anteile kamen genau bei sovielen raus wie wir immer geschätzt hatten.
Es fühlte sich so an als ob es alles so kommen sollte wie es kam.

Zwei Tage nachdem unsere Tochter Ida auf die Welt kam, am 13. April, konnten wir auch das erste mal ernten und die Mitglieder in den Abholraum einladen um ihre ersten Ernteanteile abzuholen.

Kurze Zeit später holte uns alle ein Planungsfehler von unserer Seite ein: wir wurden mit Salat und Zucchinis überschwemmt und kamen fast nicht hinterher mit dem Einkochen.
Beim Einkochen bekamen wir viel Hilfe von Mitgliederseite, wir haben in unterschiedlichen Küchen verschiedene Rezepte ausprobiert und auch beim Gläsersammeln haben alle fleißig mitgeholfen. Diesen Winter gibt es zum ersten mal ein bißchen Sommer im Glas für jeden.

Im Juli hatten wir dann unser Sommertreffen bei uns im Hof.
Bei warmen Wetter saßen wir draußen und haben wichtige Dinge besprochen und danach gemeinsam den Tag ausklingen lassen beim Grillen.

Im Folientunnel hatten wir Schädlinge die leider fast die gesamte Auberginenernte ruiniert haben. Die Schädlinge haben die Blüten angebissen und somit konnten keine Früchte mehr wachsen.

Nachdem fast die gesamte Ernte eingebracht war folgten im Herbst zwei Infoveranstaltungen für neue Mitglieder die dazu geführt haben dass wir uns im Jahr 2018 fast verdoppeln.

Es hat sich ausgezahlt dass wir uns dazu entschieden haben auf Dämmen anzubauen, die Ernte war wirklich gut und wir werden diese Praktik auf jeden Fall beibehalten.

Wir hatten super Aktionstage die gut besucht waren und es hat sehr viel Spaß gemacht mit euch zusammenzuarbeiten.
Mit Bianca haben wir eine tolle, fachlich sehr kompetente Mitarbeiterin gefunden und freuen uns dass Sie auch im Jahr 2018 wieder dabei sein wird.

Am Ende des Jahre können wir jetzt auch sagen dass die Finanzen für 2017 gestimmt haben.
Eine ausführliche Auflistung der Finanzen für alle Anteilseigner*innen folgt noch.

Wir haben insgesamt eine liebe, sehr engagierte Gemeinschaft gefunden die ein erfolgreiches Jahr geschaffen hat.
Es ist etwas besonderes zu wissen für wen wir unser Essen anbauen und das bereitet uns sehr viel Freude bei der Arbeit.

Wir sind sehr dankbar dass ihr dieses Abenteuer mit uns gewagt habt, ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen! Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr mit euch!

Eure Familie Hagen

In aller Munde…

Vor kurzem hat uns Maria Luise Stübner besucht und uns allerhand Sachen gefragt – neugierig hat sie uns gelauscht und einen sehr schönen Bericht für die Zeitung geschrieben.


SoLawi: Erste Saison erfolgreich gemeistert

Freuen sich über eine gute erste Saison: Petra Hagen und das junge Betriebsleiter-Ehepaar Markus und Sophia Hagen mit Sohn Gustav und Töchterchen Ida (von links). (Foto:  Maria Luise Stübner )

Sigmarszell sz Es ist Herbst. Petra Hagen erntet im Foliengewächshaus Paprika, ihr Sohn Markus ist draußen auf dem Feld beim Rotkraut, seine Frau Sophia hat beim Arbeiten das sechs Monate alte Töchterchen Ida im Schlepptau, während der dreijährige Gustav aufmerksam zuhört, als seine Eltern erläutern, was hier auf dem Hagen-Hof in Sigmarszell-Heimholz so alles wächst und gedeiht.

„Wir haben noch Brokkoli“, ergänzt er deren Ausführungen zu den rund 30 angebauten Sorten, darunter Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl, Zwiebeln, Rettich, Rote Beete, Auberginen, Paprika, verschiedenste Salate und Kräuter. Alle Produkte sind nach den Kriterien des ökologischen Landbaus erzeugt. Die Hagens freuen sich über eine gut verlaufene Saison, sind doch erst acht Monate vergangen, seit sie den Schritt in die Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) gewagt haben. Schon bei der Infoveranstaltung im vergangenen November waren 30 von gut 80 Besuchern von dem Konzept begeistert. Sie waren mit im Boot, als Ende Februar bereits bei der ersten Bieterrunde das Jahresbudget erreicht wurde, die SoLawi mit 35 Ernteanteilen für 60 Personen an den Start ging.

“Nicht wachsen und sich verschulden“

Das Prinzip ist einfach und nachhaltig. Eine Gruppe von Verbrauchern schließt sich mit einem landwirtschaftlichen Betrieb zusammen, finanziert mit monatlichen Beiträgen die Produktion inklusive Lohnkosten und erhält dafür Ernteanteile. Das gibt dem Betrieb Sicherheit beim Wirtschaften und den Abnehmern Gewissheit, frische und saisonale Produkte aus der Region zu erhalten. Die Hagens haben nach dem Startschuss auf einer Ackerfläche nahe dem Hof ein 40 Meter langes und acht Meter breites Foliengewächshaus gebaut, das Gestänge dafür gebraucht erworben. Auf dem 1,2 Hektar großen Feld wurde ein halber Hektar mit Gemüse bebaut. Im Gewächshaus gibt es zu dieser Jahreszeit noch Tomaten und Paprika zu ernten, in langen Reihen wachsen Feldsalat, Asia-Salat und Postelein heran. Draußen stehen noch verschiedene Kohlsorten. Bohnen, Zuckermais, Kürbisse, Zwiebeln und der Großteil der Kartoffeln sind schon abgeerntet. Auch das Verwerten der Überschüsse klappt, sagt Sophia Hagen. Hat man doch gemeinschaftlich rund 1000 Gläser Zucchini eingemacht. Mal süß-sauer, mal als Zucchini-Chutney.

„Konsensdemokratisch“ nennt Landwirtschaftsmeister Markus Hagen die Form, in der von der Bietergemeinschaft beschlossen wird, was angebaut wird. Will heißen, es muss nicht jeder dafür sein, aber es darf niemand dagegen sein. Jeden Donnerstag ist vormittags Erntetag, nachmittags kommen Abholgemeinschaften und holen die Ernteanteile ab. Beweggrund für den Schritt in die Solidarische Landwirtschaft sei gewesen, dass man nicht mehr mitmachen wollte beim „Wachsen, Wachsen, Sichverschulden“, sagt Sophia Hagen, die Landwirtschaftswissenschaften an der Uni Hohenheim studiert hat. Für eine kleine Familie sei die SoLawi ein zusätzliches Standbein, bei dem man fast kein Risiko eingeht und „sehr viel zurückbekommt“. Zurückbekommt von Abnehmern, die in Stoßzeiten schon mal mit Hand anlegen. Solidarische Landwirtschaft schafft eben auch Verbundenheit miteinander, Verbundenheit mit den erzeugten Produkten.

Markus’ Eltern Petra und Richard, die im Sommer den Betrieb an die jungen Leute übergeben haben, bringen sich voll in die Arbeit mit ein. „Ohne ihre Unterstützung hätten wir das nicht geschafft“, sagt der Sohn. Schließlich läuft auch der Milchviehbetrieb weiter. Derzeit gibt es noch 49 Kühe. Deren Zahl wollen die Hagens etwas abbauen, auf eine extensivere Rasse umsteigen, die Milchwirtschaft irgendwann in die SoLawi integrieren. Auch Eier stehen auf der Wunschliste. Erste Kontakte für eine Kooperation mit der Solidarischen Hühnergemeinschaft, die in Scheidegg-Scheffau entstehen soll, sind bereits geknüpft.

Sollte die im Dezember stattfindende Bieterrunde fürs nächste Anbaujahr größer werden, ist das Feld groß genug, um mehr anzubauen. Und die gelernte Bio-Gemüsegärtnerin Bianca Oberwallner, die seit Sommer auf 450-Euro-Basis bei den Hagens arbeitet, könnte ihre Stunden aufstocken. Aber vielleicht sieht man ab 2018 auch ganz neue Gesichter auf dem Hof. Ist der Betrieb doch dann Mitglied bei „World-Wide-Opportunities on Organic Farms“. Über dieses weltweite Netzwerk finden freiwillige Helfer und ökologisch wirtschaftende Betriebe zusammen. Arbeit gegen Kost und Logis ist hier das Prinzip, und die Hagens freuen sich, auf diesem Wege neue Menschen kennenzulernen und Einblicke in andere Kulturen zu erhalten. Mit ihnen dürfte sich auch Josie freuen. Begrüßt die Border-Berner-Mischlingshündin doch heute schon jeden Besucher mit ausgesuchter Freundlichkeit.

Für Interessierte am SoLawi-Projekt und an dem nächsten Anbaujahr gibt es zwei Informationsveranstaltungen: Donnerstag, 9. November, 20 Uhr, in der Freien Schule Lindau; Montag, 13. November, 20 Uhr, in der Waldorfschule Wangen.

Quelle: http://www.schwaebische.de
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Zucchini einmachen

Zu einem Garten gehört, dass man überschüssiges Gemüse, welches man nicht gleich verzehren kann, einkocht.

Das haben wir mit 16kg Zucchini gemacht.
Einmachen war früher weit verbreitet und ist seit die Jahren nicht mehr überlebenswichtig, sodass das Wissen darum nicht mehr in allen Köpfen drin steckt. Selbst Uroma und Oma müssen erst nochmal kräftig nachdenken um die damals erlernten Tipps und Tricks weitergeben zu können. Wir wollen es wieder können und haben uns bei der SoLawi Hagen Hof „Einmach-Prämiere“ Mühe gegeben.

Alle Anteilseigner/innen dürfen sich bald auf Puszta Salat in ihrem wöchentlich Anteil freuen.

Unkraut jäten

Viele fleißige Helfer waren vergangenen Samstag auf dem Acker um das Unkraut zu jäten.

Jetzt sieht der Acker wieder gepflegt aus 🙂

Unser Acker im Juni 2017

Auf unserem Acker wächst und gedeiht es, unsere Ernte wird von Woche  zu Woche noch vielfältiger und üppiger – ein gutes und spannendes erstes Jahr „SoLawi Hagen Hof“ !

Nicht nur unserer Gärtnerin Bianca zu verdanken, die den Markus unterstützt, auch Markus ist täglich auf dem Acker und schaut nach dem Rechten.

Auch wir, die Anteilseigner/innen, sind fleißig, wenn es ums helfen geht – kommenden Samstag geht es mit geballter Kraft dem Unkraut an den Kragen. (Bilder folgen)

 

Diese Woche in eurem Anteil: Stielmus

Heute gibt es in eurem Anteil ein Gemüse, das in Deutschland -völlig zu unrecht- kaum jemand kennt: Stielmus (oder auch Rübstiel genannt).

Hier die Beschreibung von Wikipedia:

Als Rübstiel oder auch Stielmus bezeichnet man die als Gemüse verwendeten Stiele und Blätter einiger Unterarten des Rübsen.
Meist handelt es sich um die jungen gestielten Blätter der Speiserübe. Daneben gibt es eine aus dem wilden Rübsen (Stängelkohl, Brassica rapa ssp. silvestris) gezüchtete Sorte „Namenia“ und eine eigenständige Varietät mit stark gefiederten Blättern (Brassica rapa var. rapifera subvar. pabularia), die keine bzw. nur eine kleine Rübe bilden.

Wie auch die engen Verwandten Rettich, Senf, Kresse und Kohl gehören Speiserüben und Rübstiel zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütengewächse. Diesen allen gemeinsam ist eine besondere Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe: Glucosinolate, auch als Senfölglykoside bezeichnet. Diese Stoffgruppe verursacht den typischen Kohlgeruch und verleiht je nach Menge und Zusammensetzung die Schärfe.

© Alice Wiegand , via Wikimedia Commons

Rübstiel hat einen fein-säuerlichen Geschmack und wird am besten frisch nach der Ernte verzehrt, weil die zarten Blätter schnell welken. Das Gemüse ist vor allem im Rheinland und in Westfalen bekannt. Dort werden die Stiele der jungen Mai- und Herbstrüben meist gehackt und gedünstet zu Fleischgerichten serviert. Üblich ist auch eine Mischung mit Kartoffelpüree oder Stampfkartoffeln. In weiteren traditionellen Zubereitungen wird er zu Eintopf oder roh zu Salat verarbeitet.

Wir sagen: Lecker! Guten Appetit…

Hier noch einige Ideen aus der Gruppe zur Zubereitung:

  • Klein geschnitten schmeckt es sehr gut im Salat.
  • Stielmus in Lasagne. Einfach wie Spinat mit Zwiebeln kochen und dann in die Lasagne rein. Schmeckt sehr gut und ist zu empfehlen.
  • Stielmus-Experiment: sehr klein geschnitten, mit Zwiebeln angedünstet, mit Wasser abgelöscht und dann Erdnusbutter darin aufgelöst – alles eher Pi mal Daumen.
    Dann das Ganze auf ganz kleiner Flamme langsam eindicken lassen, bei Bedarf immer wieder etwas Wasser nachgeben, bis das Gemüse durch ist.
    Am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Wer’s schärfer mag: mit ein wenig  Chilli oder Cayennepfeffer – ein wenig wie Grünkohl afrikanisch.
    Haben wir als Extra zu Tomatenpasta genommen und hat den Großen sehr gut geschmeckt – die Kleinen haben’s eher mit Skepsis an sich vorbeiziehen lassen 😉