Abgesagt! Aber es geht weiter!

Hallo Ihr Lieben,

Zu aller erst, die Info-Veranstaltung am 23. März und die Bieterrunde am 30. März, können aufgrund der Aktuellen Corona Situation nicht stattfinden.

Da dieses Projekt für uns eine Herzensangelegenheit ist, lassen wir uns von diesen Umständen nicht beeindrucken.

In den kommenden Tagen werden wir auf unsere Internetseite (www.hagen-hof.li) ein Video für Euch hochladen das als Ersatz für die Info-Veranstaltung dienen soll. In diesem Video werden wir erklären wie die solidarische Rindfleisch Vermarktung funktionieren soll und was zu tun ist um mit zu machen.

Als Ersatz für die Bieterrunde wird es eine Gebotsabgabe per E-Mail geben. Hier orientieren wir uns an anderen Solawis die ein solches System bereits wegen Ihrer Größe betreiben.

Da schon viele Flyer verteilt wurden bitten wir Euch diese Information so gut es geht weiter zu geben, damit wir auch alle Interessierten außerhalb unseres E-Mailverteilers erreichen können.

Vielen Dank für Eure Hilfe

Eure

Sophia und Markus

Solidarische Rindfleisch Vermarktung

Um wie gewohnt unsere Milch im Kaffee, Müsli oder den Käse auf dem Brot genießen können müssen Kühe gemolken werden. Ganz klar! Genau diese Kühe müssen immer wieder Kälber bekommen damit sie weiter Milch geben.

In den spezialisierten Milchviehbetrieben ist aber nicht für alle von diesen Kälbern Platz. Die männlichen Kälber und die weiblichen, die nicht für die Ergänzung der Milchkuhherde zu gebrauchen sind werden kurzerhand in den ersten Lebenswochen verkauft. Diese Kälber landen auf spezialisierten Mastbetrieben in ganz Deutschland und Europa, wo sie in großer Zahl möglichst günstig gemästet werden, damit ihr Fleisch später in den Discountern dieser Welt verscherbelt werden kann.

Wir wollen uns diesem System nicht länge unterwerfen und uns der Verantwortung stellen, unseren Kälbern ein angemessenes Leben zu ermöglichen.

Durch die solidarische Fleischvermarktung wird genau das ermöglicht. Die muttergebundene Kälberaufzucht, bei der die Kälber die ersten Monate zusammen mit ihren Müttern aufwachsen und ein Teil der Herde sind, ist für uns sehr wichtig. Zusammen mit einer Aufzucht nach ökologischen Standards können wir so für mehr Tierwohl sorgen. Da die Kosten für Aufzucht, Haltung, Arbeitsaufwand, Schlachtung und Verarbeitung angemessen gedeckt sind, können zu guter Letzt durch die Hand eines erfahrenen und handwerklich arbeitenden Metzgers Fleisch und Fleischprodukte von hervorragender Qualität entstehen.

Und so funktionierts:

Bezahlt wird nicht das Fleisch sondern die Kosten für Aufzucht, Haltung, Arbeitsaufwand, Schlachtung und Verarbeitung. Nach 14 bis 16 Monaten werden die Rinder dann geschlachtet. Immer 20 Anteile Teilen sich das Fleisch von einem Tier und erhalten ein Paket mit Braten, Gulasch, Hackfleisch, Steak, Rouladen, Würsten und Suppenknochen. Die Größe des Pakets variiert je nach Tier, liegt aber ungefähr bei 5-6 kg.

Interessiert?

Dann melde dich einfach unter info@hagen-hof.de

oder komm zur Infoveranstaltung am 23. März  um 20 Uhr                                                              im Pfarrheim Zellerstraße 17 88138 Sigmarszell

Vortrag mit Tanja Busse

Wir freuen uns auf den Vortrag mit Autorin und Journalistin Frau Dr. Tanja Busse am 12. März um 20:00 Uhrbei uns in Schlachters. Die genaue Adresse der Veranstaltung lautet Haus des Gastes (Bahnweg 2) in 88138 Sigmarszell.

Nachdem ich ihr Buch „Die Wegwerfkuh“ gelesen hatte, wollte ich ihr wertvolles Wissen über Konsum, Landwirtschaft und Umwelt zu uns ins Dorf holen und so viele Menschen wie möglich damit bekannt machen.

Ein kleiner Auszug aus dem Buch „Die Wegwerfkuh“ soll euch helfen einen Einblick zu erlangen:

Der Strukturwandel der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten verlief nach Prinzipien der Industrie: Intensivierung, Technisierung, Spezialisierung und Standardisierung. Ein Ergebnis dieser Entwicklung ist das Höfesterben. Nur große landwirtschaftliche Betriebe werden in Zukunft noch konkurrenzfähig sein, so lautet die Prognose. In der Tierhaltung führt dieser Prozess zu schockierenden Zuständen. Die Empörung über die Kollateralschäden dieser Intensivtierhaltung ist laut, zerschellt aber an einem Argument, dem man sich kaum entziehen kann: Die moderne Landwirtschaft sei überaus effizient, schaffe sie es doch, große Mengen von Fleisch, Milch und Eiern günstig zu produzieren. Das System wirkt brutal, aber alternativlos. …….. Es wird höchste Zeit für einen Richtungswechsel in der Landwirtschaft, für den Tanja Busse konkrete Schritte vorschlägt.“

Im Anschluss an den Vortrag wird es eine offene Diskussion mit verschiedenen Landwirten geben.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wir freuen uns auf euch!!

Mehr zu Tanja Busse findet ihr unter: https://www.tanjabusse.de