Jahresrückblick der SoLawi Hagen-Hof 2017

Bei Sturm und Schnee ist am 7. Januar 2017 in der alten Stube am Hagenhof die Solawi geboren.

Ende Januar wurde dann ein Folientunnel gekauft welche in einer großen Aktion am 11. März zusammen mit vielen Mitgliedern aufgestellt wurde.

Die erste Bieterrunde fand am 22. Februar statt: dabei hat alles genau zusammengepasst, man konnte sich schnell auf einen Preis pro Anteile einigen und die Anteile kamen genau bei sovielen raus wie wir immer geschätzt hatten.
Es fühlte sich so an als ob es alles so kommen sollte wie es kam.

Zwei Tage nachdem unsere Tochter Ida auf die Welt kam, am 13. April, konnten wir auch das erste mal ernten und die Mitglieder in den Abholraum einladen um ihre ersten Ernteanteile abzuholen.

Kurze Zeit später holte uns alle ein Planungsfehler von unserer Seite ein: wir wurden mit Salat und Zucchinis überschwemmt und kamen fast nicht hinterher mit dem Einkochen.
Beim Einkochen bekamen wir viel Hilfe von Mitgliederseite, wir haben in unterschiedlichen Küchen verschiedene Rezepte ausprobiert und auch beim Gläsersammeln haben alle fleißig mitgeholfen. Diesen Winter gibt es zum ersten mal ein bißchen Sommer im Glas für jeden.

Im Juli hatten wir dann unser Sommertreffen bei uns im Hof.
Bei warmen Wetter saßen wir draußen und haben wichtige Dinge besprochen und danach gemeinsam den Tag ausklingen lassen beim Grillen.

Im Folientunnel hatten wir Schädlinge die leider fast die gesamte Auberginenernte ruiniert haben. Die Schädlinge haben die Blüten angebissen und somit konnten keine Früchte mehr wachsen.

Nachdem fast die gesamte Ernte eingebracht war folgten im Herbst zwei Infoveranstaltungen für neue Mitglieder die dazu geführt haben dass wir uns im Jahr 2018 fast verdoppeln.

Es hat sich ausgezahlt dass wir uns dazu entschieden haben auf Dämmen anzubauen, die Ernte war wirklich gut und wir werden diese Praktik auf jeden Fall beibehalten.

Wir hatten super Aktionstage die gut besucht waren und es hat sehr viel Spaß gemacht mit euch zusammenzuarbeiten.
Mit Bianca haben wir eine tolle, fachlich sehr kompetente Mitarbeiterin gefunden und freuen uns dass Sie auch im Jahr 2018 wieder dabei sein wird.

Am Ende des Jahre können wir jetzt auch sagen dass die Finanzen für 2017 gestimmt haben.
Eine ausführliche Auflistung der Finanzen für alle Anteilseigner*innen folgt noch.

Wir haben insgesamt eine liebe, sehr engagierte Gemeinschaft gefunden die ein erfolgreiches Jahr geschaffen hat.
Es ist etwas besonderes zu wissen für wen wir unser Essen anbauen und das bereitet uns sehr viel Freude bei der Arbeit.

Wir sind sehr dankbar dass ihr dieses Abenteuer mit uns gewagt habt, ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen! Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr mit euch!

Eure Familie Hagen

Diese Woche in eurem Anteil: Stielmus

Heute gibt es in eurem Anteil ein Gemüse, das in Deutschland -völlig zu unrecht- kaum jemand kennt: Stielmus (oder auch Rübstiel genannt).

Hier die Beschreibung von Wikipedia:

Als Rübstiel oder auch Stielmus bezeichnet man die als Gemüse verwendeten Stiele und Blätter einiger Unterarten des Rübsen.
Meist handelt es sich um die jungen gestielten Blätter der Speiserübe. Daneben gibt es eine aus dem wilden Rübsen (Stängelkohl, Brassica rapa ssp. silvestris) gezüchtete Sorte „Namenia“ und eine eigenständige Varietät mit stark gefiederten Blättern (Brassica rapa var. rapifera subvar. pabularia), die keine bzw. nur eine kleine Rübe bilden.

Wie auch die engen Verwandten Rettich, Senf, Kresse und Kohl gehören Speiserüben und Rübstiel zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütengewächse. Diesen allen gemeinsam ist eine besondere Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe: Glucosinolate, auch als Senfölglykoside bezeichnet. Diese Stoffgruppe verursacht den typischen Kohlgeruch und verleiht je nach Menge und Zusammensetzung die Schärfe.

© Alice Wiegand , via Wikimedia Commons

Rübstiel hat einen fein-säuerlichen Geschmack und wird am besten frisch nach der Ernte verzehrt, weil die zarten Blätter schnell welken. Das Gemüse ist vor allem im Rheinland und in Westfalen bekannt. Dort werden die Stiele der jungen Mai- und Herbstrüben meist gehackt und gedünstet zu Fleischgerichten serviert. Üblich ist auch eine Mischung mit Kartoffelpüree oder Stampfkartoffeln. In weiteren traditionellen Zubereitungen wird er zu Eintopf oder roh zu Salat verarbeitet.

Wir sagen: Lecker! Guten Appetit…

Hier noch einige Ideen aus der Gruppe zur Zubereitung:

  • Klein geschnitten schmeckt es sehr gut im Salat.
  • Stielmus in Lasagne. Einfach wie Spinat mit Zwiebeln kochen und dann in die Lasagne rein. Schmeckt sehr gut und ist zu empfehlen.
  • Stielmus-Experiment: sehr klein geschnitten, mit Zwiebeln angedünstet, mit Wasser abgelöscht und dann Erdnusbutter darin aufgelöst – alles eher Pi mal Daumen.
    Dann das Ganze auf ganz kleiner Flamme langsam eindicken lassen, bei Bedarf immer wieder etwas Wasser nachgeben, bis das Gemüse durch ist.
    Am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Wer’s schärfer mag: mit ein wenig  Chilli oder Cayennepfeffer – ein wenig wie Grünkohl afrikanisch.
    Haben wir als Extra zu Tomatenpasta genommen und hat den Großen sehr gut geschmeckt – die Kleinen haben’s eher mit Skepsis an sich vorbeiziehen lassen 😉